Inhalt » Archiv » Ausgabe 01/2005 » Wolf Gerhard Schmidt: “Homer des Nordens” und “Mutter der Romantik”. James Macphersons ‘Ossian’ und seine Rezeption in der deutschsprachigen Literatur.

Wolf Gerhard Schmidt: “Homer des Nordens” und “Mutter der Romantik”. James Macphersons ‘Ossian’ und seine Rezeption in der deutschsprachigen Literatur.

Wolf Gerhard Schmidt hat mit seiner Dissertation eine Forschungsarbeit von geradezu enzyklopädischen Ausmaßen vorgelegt. Der theoretische und analytische Hauptteil umfasst in den ersten beiden Bänden nicht weniger als 1417 Seiten. Darin eingeschlossen sind eine mehr als 130 Seiten starke Quellenbibliographie, eine fast ebenso umfangreiche Bibliographie der Forschungsliteratur sowie ein immerhin noch 23 Seiten umfassendes Personenregister. Die Dissertation ist strukturiert in Einleitung (Forschungsbericht, Methodenreflexion), in eine ausführliche Analyse von James Macphersons ‘Poems of Ossian’ (Teil A), in einen thematisch orientierten Abschnitt ‘Ossian im deutschsprachigen Europa’ (Teil B), in dem die deutschsprachige Rezeption des Textes in unterschiedlichen Diskursen und zu unterschiedlichen Fragestellungen untersucht wird (Genie-Ästhetik, Antikerezeption, Naturpoesie u.v.a.m.), in eine autorenorientierte Analyse der “Frühphase” der ‘Ossianrezeption im Umkreis der Aufklärung’ (Klopstock, Gerstenberg und andere “deutsche Barden”) (Teil C), um anschließend die Haupt- und Spätphase der deutschen Ossianrezeption ab etwa 1770 detailliert zu beleuchten (Teil D und Teil E). In Teil D “Hauptphase” finden sich Kapitel zum Göttinger Hain (Bürger, Stolberg), zu Herder, Goethe, Lenz, Moritz und Schiller, in Teil E “Spätphase” Kapitel zu Jean Paul, Hölderlin, Heinrich von Kleist und zur romantischen Rezeption des Stoffes bei Friedrich Schlegel, Novalis, Fouqué, Tieck, Achim von Arnim, Uhland, Wilhelm und Jacob Grimm. Teil E wird beschlossen von einem Abschnitt zum ‘Ossiandiskurs im 19. und 20. Jahrhundert’, der bei weitem nicht so umfangreich ausfällt wie die früheren Kapitel und die offenkundige Marginalisierung des Stoffes in der deutschsprachigen Literatur der zweiten Hälfte des 19. und 20. Jahrhunderts aufzeigt.

Seiten 146 - 150

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.Archivdigital.info/ARCHIV.01.2005.146

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