Inhalt » Archiv » Ausgabe 02/2009 » Dal Vate al Saltimbanco. L’avventura della poesia a Firenze tra belle époque e avanguardie storiche. Album storico e iconografico. A cura di Adele Dei, Simone Magherini, Gloria Manghetti, Anna Nozzoli. Con un saggio introduttivo di Gino Tellini. Firenze: Leo S. Olschki, 2008. LVI + 251 S.

Dal Vate al Saltimbanco. L’avventura della poesia a Firenze tra belle époque e avanguardie storiche. Album storico e iconografico. A cura di Adele Dei, Simone Magherini, Gloria Manghetti, Anna Nozzoli. Con un saggio introduttivo di Gino Tellini. Firenze: Leo S. Olschki, 2008. LVI + 251 S.

Das Buch entstand als Katalog zur Ausstellung (organisiert vom Centro di Studi “Aldo Palazzeschi” der Universität Florenz; Leitung Gino Tellini) Dal Vate al Saltimbanco. L’avventura della poesia a Firenze tra belle époque e avanguardie storiche (Florenz, Archivio di Stato, 15. September – 16. Oktober 2008) und präsentiert in eindrucksvoller Weise die entscheidenden Protagonisten und deren Werke, die zusammen die Debatten über die Literatur, speziell die Dichtung, in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts bis ungefähr 1915 (dem Eintritt Italiens in den 1. Weltkrieg) bestimmt haben. In einer umfangreichen, instruktiven Einführung (S. V ff.) skizziert Gino Tellini die verschiedenen Konzepte und Vorstellungen von Dichtung zwischen Belle Époque und den historischen Avantgarden. Im Zentrum stehen dabei auf der einen Seite insbesondere die Verfechter der Tradition, der positivistischen Philologie und historisch orientierten Literaturkritik, so wie sie von den Professoren des Istituto di Studi Superiori (als Erbe des 1321 errichteten Studio fiorentino im Jahre 1859 gegründet, dann ab 1923 nach der Gentile-Reform Università degli Studi di Firenze genannt) vertreten wurde, auf der anderen Seite die jungen, militanten Kritiker, die sich in neuen Zeitschriften artikulieren [vor allem Leonardo, 1903-1907; Hermes, 1904–1906; La Voce (1908-1915 bzw. 1914–1916), Lacerba (1913–1915)]; prominente Namen sind diesbezüglich insbesondere Papini, Prezzolini, Soffici und Palazzeschi, die nicht nur gegen die Gelehrten des Istituto di Studi Superiori polemisieren, sondern vor allem auch gegen die schwülstige, ästhetisierende, nur das Sublime und Erhabene favorisierende Rhetorik D’Annunzios.

Seiten 471 - 473

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.Archivdigital.info/ARCHIV.02.2009.471

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