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Christoph Ehland, Robert Fajen (Hrsg.): Das Paradigma des Pikaresken. The Paradigm of the Picaresque. Heidelberg: Winter, 2007. 414 S.
Ein Ausschnitt des Doppelporträts Marées und Lenbach aus der Münchener Neuen Pinakothek ziert den Umschlag des vorzustellenden Bandes, der auf eine im Jahre 2005 veranstaltete Tagung an der Universität Würzburg zurückgeht. Deren Obertitel Maskerade und Entlarvung ist zugunsten des aussagekräftigeren deutsch-englischen Doppeltitels entfallen, der die sprachliche Verteilung im Buch widerspiegelt: Von den 21 Beiträgen sind 12 in deutscher, die restlichen 9 in englischer Sprache verfaßt, überwiegend von deutschen Muttersprachlern. Dieser Plurilinguismus steht dem als 30. Beiheft der Germanisch- Romanischen Monatsschrift erschienenen Band gut an und reflektiert die Internationalität des Pikaresken erweist sich allerdings als eingeschränkt, denn es ist eben ausschließlich das Englische, das für marktfähig erachtet wird, der Beitrag von Bruno Blanckeman wurde aus dem Französischen übersetzt. Auf diese Weise bildet das von einem Anglisten und einem Romanisten herausgegebene Buch über eine in Spanien entstandene literarische Gattung auch das halbe Außenseitertum der deutschen Wissenschaftssprache ab.
Seiten 459 - 463
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.Archivdigital.info/ARCHIV.02.2009.459
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