Stets auf dem Laufenden – mit dem kostenlosen Newsletter!
Aufführung und Schrift im Meistergesang des 16. Jahrhunderts
Im Gegensatz zur Sangspruchdichtung des Mittelalters erst recht zu den Aufführungskonventionen des Minnesangs scheint das Verhältnis von Text und Aufführung im Meistergesang nach der Reformation klar bestimmbar: Texte wurden verfaßt, um beim öffentlichen Konzert, der Singschule, vorgeführt zu werden. Ziel des Liedvortrags war dabei so die landläufige Meinung weniger die Erbauung des Publikums als der Anspruch, möglichst wenige der oft aberwitzig anmutenden Fehler zu machen, um den Preis im geistlichen Haupt- oder im anschließenden Zechsingen zu erringen. Dieser Anspruch bestand in der Tat, aber viele andere Annahmen sind unbegründet: vor allem jene, die die Identität von Liedautor und Singer behauptet. Die Masse der Lieder geht auf wenige Autoren zurück. Das RSM verzeichnet für den Meistergesang nach der Reformation mehr als 12 000 Lieder. Anhand der Überlieferungsnachweise läßt sich diese Produktion in ihrer schriftlichen Rezeption heute genauer als früher fassen und mit dem vergleichen, was wir über die Aufführungen auszusagen in der Lage sind.
Seiten 241 - 258
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.Archivdigital.info/ARCHIV.02.2003.241
Dieses Dokument kaufen
- schnell informieren: downloaden und lesen
- auf Wissen vertrauen: geprüfte Fachinformation als PDF
- bequem zahlen: Zahlung gegen Rechnung, durch Bankeinzug oder per Kreditkarte
Nutzen Sie unser Archiv und recherchieren Sie in den Inhaltsverzeichnissen, Kurz- und Volltexten seit Ausgabe 01/2003
Jahrgang 2011 ▼
Jahrgang 2010 ▼
Jahrgang 2009 ▼
Jahrgang 2008 ▼
Jahrgang 2007 ▼
Jahrgang 2006 ▼
Jahrgang 2005 ▼
Jahrgang 2004 ▼
Jahrgang 2003 ▼
- Ausgabe 02/2003
- Ausgabe 01/2003
