BESPRECHUNGEN / ROMANISCH
Andreas Gelz: Tertulia. Literatur und Soziabilität im Spanien des 18. und 19. Jahrhunderts.
Sabine Schmitz
Als Reaktion auf die zu Beginn des 18. Jahrhunderts immer deutlicher hervortretende Verdrängung des Adels aus zentralen Staatsämtern bildeten sich – vor allem im urbanen Kontext – Formen des gesellschaftlichen Umgangs, die sich privat oder öffentlich neuen Formen der Geselligkeit verschrieben. Diese zunächst vorwiegend adlig geprägten Zusammenkünfte wurden bald nicht nur vom aufstrebenden Bürgertum übernommen, sondern bewirkten vielfach auch eine neue Durchlässigkeit zwischen den oberen Gesellschaftsschichten. Eine der wichtigsten “Ausprägungen informeller Soziabilität” stellte die tertulia dar (p. 12).
(Seite 232 - 234)
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