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BESPRECHUNGEN / ROMANISCH

Dörthe Wilken : “E questa festa di parole in me”. Intertextualität und Intermedialität im Werk Sandro Pennas.

Kennzahl archiv_20080147
Lorella Bosco
 
Die Stellung Pennas innerhalb der italienischen Lyrik des 20. Jahrhunderts erscheint bis zum heutigen Standpunkt als weiterhin problematisch. Einer angemessenen kritischen Würdigung seines Oeuvres steht die verbreitete Geringschätzung des Dichters wegen des ihm immer wieder vorgeworfenen Mangels an unmittelbar historischer und gesellschaftlicher Referenz im Wege. Der Verriß von Amelia Rosselli, die an Penna die Zentralität der Liebesthematik angreift und ihn folglich der kleinbürgerlichen Einstellung bezichtigt, beweist, wie befremdend Pennas Dichtung auf das italienische Kulturmilieu der Nachkriegszeit wirkte. Selbst der Begriff des “realismo lirico” zeugt bloß vom Ungenügen kritischer Definitionen, das Exzentrische und Neue dieser Dichtung adäquat zu erfassen.
(Seite 224 - 226)
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