ARCHIV

Rosalba Galvagno: Carlo Levi, Narciso e la costruzione della realtà

Das Buch vereint acht Studien, die – mit einer Ausnahme – bereits verkürzt an anderer Stelle publiziert wurden und nun in überarbeiteter und erweiterter Form erneut vorgelegt werden (S. 10). Es handelt sich meist um Untersuchungen zu Einzelaspekten des Werks Carlo Levis und besonders auch zu Essays und Aufsätzen des Autors, die bisher kaum berücksichtigt worden sind, die aber neue Einblicke in seine Vorstellungswelt gewähren. Dabei zeigt sich, dass für Levi insbesondere die Komplementarität von Bild und Text von grundlegender Bedeutung ist. Die erste Studie (S. 11 ff.) analysiert die Funktion des Narziss-Mythos, der für Levi insofern eine “matrice originaria” (S. 15) zu sein scheint, als er sich in seinem Spiegelbild als einen anderen und in dem anderen sich selber wiedererkennt, so dass er zu dem Ergebnis gelangt: “Questa realtà, questo se stesso altro, questo Altro se stesso, è il ritratto” (S. 22). Verf.in verfolgt die Schattierungen und Modifizierungen des Narziss-Mythos in den verschiedenen Schriften Levis, wobei in Cristo si è fermato a Eboli der Autor sich als ein Narziss erkennt, der sich mit der Leere, dem Elend und der Verlassenheit jenseits der glänzenden Oberfläche des Spiegels konfrontiert sieht (S. 41).

Seiten 227 - 229

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