Horst Brunner, Joachim Hamm, Mathias Herweg, Sonja Kerth, Freimut Löser, Johannes Rettelbach: Dulce bellum inexpertis. Bilder des Krieges in der deutschen Literatur des 15. und 16. Jahrhunderts.
Das Thema des Krieges, des größtmögliche[n] Unglück[s], das Menschen einander bereiten können (S. IX), ist, zumal in Deutschland, von der Forschung lange Zeit geradezu tabuisiert worden. Erst seit den neunziger Jahren zeichnet sich eine Trendwende ab: Das Thema wird außerhalb und innerhalb der Mediävistik zunehmend als Gegenstand einer sich interdisziplinär vernetzenden kulturgeschichtlichen Forschung entdeckt und mit ihm die Chance, ja die Pflicht der Geisteswissenschaften, an einer historisch fundierten Bewusstseinsbildung auch im Blick auf aktuelle Diskussionszusammenhänge mitzuwirken: Kriege haben leider nichts an Aktualität eingebüßt.
Seiten 365 - 368
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